Samstag, 11. September 2010

Die Fledermaushöhle von Loa Gawah

Nachdem wir gestern den Monkey Forest unsicher gemacht haben steht heute der Tempel Pura Loa Gawah auf dem Programm...
Eine balinesische Tänzerin posiert vor Pura Loa Gawah
Eine wichtige religiöse Zeremonie und ein Dance Contest zwischen 300 Balinesischen Tempeltänzerinnen finden dieses Wochenende statt...
Das ganze Gelände rund um den Tempel ist voller Hindus in Gewändern und bunt verkleideten Tänzerinnen...
Eine weitere Tänzerin gesellt sich dazu....
Der Tempel ist einer der neun heiligen Tempel der Insel. Er liegt direkt am Meer und am Eingang einer großen Höhle. Diese ist bis heute nicht vollständig erschlossen, deshalb glauben die Balinesen, dass sie unter der gesamten Insel, zum heiligen Berg Gunung Agung in der Mitte der Insel, verläuft und das Zuhause zweier riesiger Seeschlangen ist. Die Seeschlangen, Sanghyang Basuki (Der Herr der Schlangen) und Antaboga (Die Weltenschlange), sind ziemlich gefährlich und müssen regelmässig mit Opfergaben bei Laune gehalten werden...
Am Höhleneingang wird gebetet und geopfert....
Die Balinesen beten am Eingang der Höhle und 6 Priester schleppen, als wir ankommen, eine große Sänfte voller Opfergaben an. Wir haben ein bisschen Hunger und schaue der Sänfte traurig hinterher. Eine frisch gebratene Ente, die noch dampft, Bananen, Ananas und Unmengen Reis werden für die Schlangen breitgestellt. An hungernde Touristen aus dem Abendland denkt hier scheinbar niemand....
Kathi, Panu, Raunu, Saskia und Daniela staunen...


Der Tempel ist bei Touristen sehr beliebt. Das liegt aber weniger am Tempel, als an der Fledermaushöhle... Am Eingang hängen tausende von Fledermäusen. Es muss wirklich schwer sein für Fledermäuse die bis früh morgens unterwegs sind hier noch ein Plätzchen "für die Nacht" zu finden....
Für Fledermäuse ist diese Wand der Place to be....
Ein Batman hängt am Höhleneingang

Freitag, 10. September 2010

Unterwegs im Affenwald

Der Großvater hat alles im Griff...
Im Wald ist es ruhig. Aber alle 10 Minuten ertönt ein gellender Schrei. Die Affen finden es sehr amüsant den asiatischen Damen auf den Rücken zu hopsen. Die lassen dann alles fallen und rennen schreiend durch den Wald ;)
Die Crew unserer Expedition
Saskia macht eine kleine Pause und setzt sich auf die Mauer die den Wegrand markiert. Sofort kommen ein paar Affen an und prüfen, ob es hier etwas zu holen gibt...
Saskia im Affenwald
 Das ist sehr putzig, aber als der kleine Affe fordernd seine Zähne zeigt wird ihr ein bisschen mulmig ;)
Der neue Freund will nicht nur spielen und fordert eine milde Gabe
Paul überlegt sich einen Trick und versteckt die Banane in seiner Tasche. Nur ein kleines bisschen zu sehen. Eine leichte Übung für den Affen, er kommt anmarschiert zieht die Banane lässig aus der Hosentasche und verdrückt sich....
Banane versteckt ? Kein Problem für den Affen...

Der Mokey Forest von Ubud

Heute wollen wir es nocheinmal wissen !
Wir brechen früh morgens, mit einer ausgewählten Crew aus Mitbewohnern und Nachbarn auf zum Monkey Forest in Ubud.
Das Eingangstor zum Monkey Forest
Nach einer Stunde Fahrt mit dem Scooter begrüsst uns ein steinerner Affe, ein gutes Zeichen das wir nah dran sind am Monkey Forest. Wir bezahlen Eintritt und kaufen stark überteuerte Bananen für die Affen, dann geht es auch schon los...
Paul gibt eine Banane raus, Love staunt
Die Affen gelten als heilige Tiere. Sie haben keine Scheu vor Menschen und sind sehr geschickt beim Bananen Abstauben. Außerdem jagen sie Sonnenbrillen, Kameras und Handtaschen der Touristen.
Wenn ein Affe seine Trophäe erobert hat rennt er kreischend weg
und macht erstmal einen Affenzirkus ;)
Eine Affenmutti mit Babyaffe und Saskia
Der putzige kleine Affe ist noch zu jung um Bananen zu öffnen, das macht die Mutti...
Der Monkey Forest besteht aus einem feuchten tropischen Wald, durch den ein künstlich angelegter Pfad führt. Die Affen chillen im Wald oder kommen auf den Weg wenn sie Lust auf Bananen oder Touristenjagd haben
Love und Saara finden den Affen komisch...
Die Affen sind gar nicht dumm und wenn sie einen Rucksack erobert haben öffnen sie als erstes den Reisverschluss und suchen nach Bananen. Love, unser schwedischer Mitbewohner, findet den kletternden Affen anfangs sehr komisch....
...Love lässt den Rucksack lieber fallen, als ihn der Affe bedroht
...als der aber faucht und drohend seine Zähne zeigt, lässt Love alles fallen und springt davon, wir lachen uns kaputt... Zum Glück klemmt der Reisverschluss und sein Rucksack ist zu schwer zum wegtragen. Drei Affen zerren daran rum, aber ohne großen Erfolg.
Gegenangriff: Love bellt sie böse an und daraufhin ziehen sich die drei fauchend zurück

Donnerstag, 9. September 2010

Feiern auf Bali, im Skygarden

Heute beschliessen wir mit den 18 Exchange Studenten, unserer Anlage, im Skygarden feiern zu gehen...
Der Skygarden in Kuta
Das ist eine 4 stöckige Disco mit Dachterasse, wahrscheinlich die größte auf der Insel. Hier ist jeden Tag Party und der Laden ist 365 Tage im Jahr voller Leute...Der Eintritt ist frei und die Musik sehr anständig, DJs aus Australien, Amerika und Europa legen hier auf..
Die zweite Etage im Skygarden
Geschäfte auf Bali haben die Angewohnheit, jede freie Stelle dreifach zu besetzen. Der Mindestlohn auf Bali liegt bei einem Euro. Es ist also kein Ding 50 Kellner für 5-10 Euro Tagessatz zu beschäftigen. Die Mitarbeiter im Skygarden haben verschiedene Funktionen. Die Jungs mit den grünen Shirts räumen alles auf und putzen den Dancefloor wenn etwas herunter fällt.
Erhöht stehen die Securitybalinesen mit den weissen Hemden
Die weissen Hemden stehen in den Ecken der Dancefloors, jeder von Ihnen hat eine Taschenlampe. Sobald ein Australier sein Tshirt auszieht und in Ekstase verfallen möchte, zieht einer der Weisshemden seine Taschenlampe aus dem Gürtel. Jetzt blinkt er mit der Lampe auf den Gast der sich nicht ausziehen darf. Daraufhin strömen die Grünen in seine Richtung und verteilen Abmahnungen ;)
Das System funktioniert prächtig und erinnert mich an die Leuchtfeuer der chinesischen Mauer...
( Aufgrund des verheerenden Bombenanschlag im Jahr 2002, der ungefähr 50 Meter gegenüber statt fand, ist dieses ausgeklügelte Sicherheitssystem sehr wichtig... )

Jeden Tag ein Special, 7 Tage in der Woche
Im Skygarden gibt es immer spezielle Sonderangebote.  7 Tage in der Woche kann man zB für 50.000 Rupia, das sind weniger als 5 Euro, von 18-23h soviel Bier trinken, wie man kann...
Weitere Specials, wie zB jeden Mittwoch Chicken Wings für 1.000 (ca 10 Cent), sind auf der Karte oben zu sehen...
Rauno, Saskia und Joonas feiern im Skygarden
Wir feiern die Sonderangebote und, dass wir die erste Uni Woche hinter uns gebracht haben...
Gegen 04.00h geht es mit dem Taxi nach Hause. Wir fahren zu viert, ca. 3 Km, und zahlen 20.000 Rupia (50 Cent pro Nase)!!!

Mittwoch, 8. September 2010

Unterwegs in Denpasar

Heute haben wir einen ungewöhnlichen Stundenplan. Die Uni beginnt um 08.20h mit Tourism Management und ab 10.00h ist Pause. Weiter gehts um 13.00h mit einem Vortrag eines amerikanischen Professors, Tom Hunter,  der seit 35 Jahren auf Bali lebt und uns Zeitrechung, Religion und Selbstverständnis der Balinesen näherbringen möchte.
( Zeitrechung ist deshalb interessant weil es 9 verschiedene Wochentypen gibt. Manche haben 3 Tage und die längste Woche hat zehn Einheiten )

Jetzt haben wir ein Problem, was machen wir in den drei Stunden ? Saku hat eine Idee, wir cruisen mit den Rollern durch die Gegend und entdecken Denpasar, die Hauptstadt der Insel.
.....Hier wird noch gearbeitet,
diese Dame transportiert mal eben 500 Eier auf dem Kopf....
Nach einem kleinen Imbiss, wir essen Nasi goreng (gebratenen Reis), weil wir nur dieses Gericht auf der Speisekarte erkennen, spazieren wir durch ein belebtes Wohngebiet.
Saskia, ein Pferd und rechts in pink, Saku aus Finnland
...und laufen unversehens in eine große Markthalle. Auf mehreren Etagen gibt es Gewürze, lebende Hühner, Klamotten aus Seide und Tintenfische...
Da kann ich nur lachen, bei den Preisen ;)
Hier kosten ein Kg Bananen, taufrisch, die morgens noch am Bananenbaum hingen, 40 Cent...
Diese Körbe werden vorwiegend auf dem Kopf transportiert...

Die Markthalle von aussen gesehen...





Und noch ein Bild der Ausflugsgesellschaft:
Links aussen zwei Damen aus Schweden, dann eine Finnin und in blau unser Nachbar Panu, daneben Saskia, Saku und mit langer Mähne, Paul Lander aus Texas...

Dienstag, 7. September 2010

Der lange Weg nach Bali

Heute widmen wir uns der Reiseroute. Das war eine ganz schöne Strecke, die wir da hinter uns gebracht haben. Los ging es in Hamburg. Von hier sind wir mit den Emirates 4980 Km nach Dubai gereist. In Dubai waren wir nur 4 Stunden und haben für einen Moment den Airport verlassen. Das war nachts um zwei und trotzdem flirrende Hitze, ca. 36 Grad und stehende Luft. Fanden wir nicht so gut, deshalb haben wir uns gleich wieder in den voll klimatisierten Airport zurückgezogen.

Von Dubai ging es über eine Strecke von 5852 Km weiter nach Beijing
Hamburg - Dubai - Beijing - HongKong - Bali

Nach einer Woche Aufenthalt und vielen Erlebnissen in der Hauptstadt sind wir weitergereist. Insgesamt 1995 Km von Peking nach Hong Kong...
Fünf Tage haben wir im hektischen Hong Kong verbracht, bevor wir unseren vorerst letzten Flug nach Bali, über eine Strecke von 3460 Km, angetreten haben.
Die oben abgebildete Landkarte ist etwas unorthodox und entspricht nicht 1:1 der Realität, deshalb kann man die grossen Entfernungen nur, mit ein bisschen Phantasie, erahnen...
Bali auf der Landkarte Indonesiens
Endlich sind wir an unserem Ziel angekommen. Bali liegt unter Borneo und links von Australien. Das indonesische Archipel umfasst insgesamt 17.000 Inseln und hat 240 Mio Einwohner, ein ganzer Haufen Leute...
Es ist das größte muslimische Land der Erde und nur auf einer Insel, auf Bali wird Allah nicht großgeschrieben. Hier leben 4.5 Mio Menschen und 95% von ihnen sind Hindu..
Diese tolerante, friedliche Religion ist einer der Hauptgründe für Balis Aufstieg zum Traumziel der westlichen Welt.

Balis Surfspots, unsere Villa liegt 600m vom Padma Beach entfernt
Auf dieser Karte kann man die verschiedenen Surfspots der Insel sehen. Unser Beach liegt westlich von Denpasar und heisst Pantai Padma

Montag, 6. September 2010

Surfen lernen am Padma Beach

Nach der Uni kommen wir gegen 16.00h in der Villa an.
Wir packen ratz fatz unsere Sachen und machen uns auf die Socken. Heute wollen wir surfen am Padma Beach.
Saskia und unser finnischer Nachbar, Saku am Padma Beach
Die Wellen sind nicht zu hoch und gut geeignet für Anfänger, um das Paddeln, Balance und Aufstehen in den Wellen zu üben. Saku hat schon viel Erfahrung und in den vereinigten Staaten surfen gelernt, er coacht uns geduldig und erklärt die Basics...
Wir paddeln los und sind überrascht wie anstrengend das ist. Nach einer halben Stunde Waschmaschine, durchgespült von den Wellen, machen wir eine Pause...

Eine Meinungsverschiedenheit klären wird gleich vor Ort im Big Beach Battle
Wir sind ziemlich ko aber für einen kleinen Kampf um die Strandhoheit reicht es noch !!!
Saara, unsere Mitbewohnerin aus Schweden und Frau Steinbach am Strand
Als die Sonne untergeht ist es bewölkt. Leider kein Panorama Sunset, aber Saara und Saskia lassen sich trotzdem zu einem Foto überreden...